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Loops bringen Follower:innen, aber schaden dir

Hast du schon mal von sogenannten Follower-Loops gehört? Einige Instagramer:innen nutzen sie, um in kürzester Zeit viele Follower:innen zu gewinnen. Wir haben uns mal etwas genauer mit Loops beschäftigt und sind dabei zu folgender Meinung gelangt: Sie sind keine gute und nachhaltige Idee für Followerwachstum. Dieser Prozess kann sogar deinem Account schaden. Wieso das so ist und wie du deine Community nachhaltig wachsen lassen kannst, zeigen wir dir jetzt!


Was ist ein Loop?


Loops sind kein neues Phänomen, allerdings werden sie bis heute immer wieder benutzt, um die Follower-Zahl schnell zu erhöhen. Es geht also um eine Art Schleife (Englisch: Loop), mit der Follower:innen generiert werden. Um zu verstehen, wie das Ganze abläuft, schauen wir uns als Beispiel Giveaways und Gewinnspiele an. Vielleicht hast du schon mal gesehen, dass unter manchen Gewinnspiel-Bildern steht "Um teilzunehmen, musst du mir und diesen drei anderen Accounts folgen." Dadurch entsteht der Loop-Effekt: Accounts bekommen Follower:innen, weil andere den Gewinn bekommen möchten.


Neben Gewinnspielen gibt es extra Accounts, bei denen es nur um Loops geht (z.B. Follow_for_follow_loop und Mama.Looping). Die Idee bei Mama.Looping ist beispielsweise, dass alle Mütter sich dort vernetzen können. Der Loop läuft dann so ab, dass man dem Account und allen, die den Account abonniert haben, folgen soll. So bekommt man selbst auch immer wieder neue Abonnent:innen.



Im Gegensatz zu Bots, die manche verwenden, um ihre Abozahl zu steigern, verstoßen Loop-Giveaways nicht gegen die Instagram-AGBs, schreibt das Marketing-Portal OMR. Eine Instagram-Unternehmenssprecherin bestätigte das gegenüber OMR: "Dieses Verhalten verstößt nicht gegen unsere Richtlinien. Unsere Richtlinien werden stetig überprüft, damit Instagram ein authentischer und sicherer Ort der Inspiration und des Ausdrucks bleibt."

Fokus auf Community - nicht auf Abos


Wie wir auf unseren sozialen Kanälen immer wieder kritisieren, fokussieren sich zu viele Instagramer:innen auf die Abozahl. Weil sie beispielsweise die 10.000 Abonnent:innen im Kopf haben, um die "Swipe Up"-Funktion in der Story zu bekommen. Für solche Personen kommen Loops gelegen, da sie in relativ kurzer Zeit viele Follower:innen bringen.


Aber: Das ist weder nachhaltig, noch entsteht dadurch eine richtige, aktive und treue Community. Menschen folgen dir dort nur, weil sie müssen, um sich an die Loop-Bedingungen zu halten. Sie tun es wahrscheinlich nicht, weil sie dich und deine Inhalte feiern. Dementsprechend kannst du auch nicht erwarten, dass sie deine Bilder liken, kommentieren oder an deinen Story-Umfragen teilnehmen.


Wenn du viele Follower:innen hast, sich das aber in deiner Interaktion nach außen nicht widerspiegelt, läufst du Gefahr, dass dein Account ein negatives Image bekommt. Weil es so aussieht, als ob du dir die Follower:innen gekauft hättest.


Unternehmen könnten Influencer-Accounts, die nur solche inaktiven Loop-Follower:innen haben, schlechter bewerten, schreibt OMR. Sie werden weniger attraktiv, wodurch die Influencer:innen beispielsweise weniger Geld verdienen und ihr Ansehen sinkt. Wenn es noch schlimmer kommt, kann Instagram deinen Account einschränken oder sogar sperren. Wir haben aus unserer Community diesen Screenshot bekommen:


Das bedeutet zusammengefasst: Loops klingen verlockend, können aber mehr kaputt machen, als dass sie dir und deinem Account helfen. Lass dich darauf nicht ein. Die Nachteile überwiegen.

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