Was du über Instagram-Insights wissen musst

Reichweite, Impressionen, „andere Quellen“ oder „über die Startseite“ – wer die Instagram-Insights durchgeht, wird schnell von Buzzwords erschlagen. Hier erklären wir dir, was sie bedeuten.

Lesezeit: 3 Minuten

Die Insights sind für alle Accounts bei Instagram ziemlich wichtig. Mit ihrer Hilfe kannst du analysieren, was auf deinem Kanal (quantitativ) funktioniert und was nicht. Das ist essentiell, um als Business, Marke, Produkt oder Dienstleistung zu wachsen. Das sind für dich die wichtigsten Begriffe: 

Reichweite vs. Impressionen

Die Reichweite bezieht sich auf die Gesamtzahl aller Instagram-Nutzer:innen, die deinen Beitrag gesehen haben. Das bedeutet: Haben 100 Personen deinen Content gesehen, steht bei der Reichweite die Zahl 100. 

Allerdings können Nutzer:innen bei Instagram den Beitrag mehrfach angezeigt bekommen, z.B. weil sie ihn sich für später in einer Collection abgespeichert haben, oder sie den Beitrag mehrfach ausgespielt bekommen haben. Diese Zahl wird durch die Impressionen abgebildet. Nehmen wir nochmal das Beispiel der 100 Nutzer:innen. Wenn jede:r von ihnen den Beitrag zwei mal auf dem Bildschirm des Smartphones oder Desktops angezeigt bekommen hat, ist die Zahl der Impressionen 200. 

Um also zu bewerten, wie viele einzelne Nutzer:innen einen Instagram-Beitrag gesehen haben, ist die Reichweite entscheidend – nicht die Impressionen, die in der Regel einen wesentlich höheren Wert anzeigen. Die Impressionen wiederum sind spannend, um zu sehen, wo dein Beitrag überall erscheint. 

Impressionen von anderen Quellen

Die Impressionen sind in den Insights nochmal aufgeteilt in verschiedene Sektionen. Also: Woher kommen die Menschen, die deinen Beitrag gesehen haben? Das kann sein: Startseite, Hashtags, das Profil, der Explore-Bereich und „sonstige Quellen“. Dazu zählen: 

  • Geteilte Beiträge – gemeint sind Beiträge, die per Direktnachricht verschickt werden. Das kann zum Beispiel ein Meme sein, das man auf Instagram entdeckt und mit einer Freundin oder einem Freund teilen möchte.
  • Gespeicherte Beiträge – Jeder Feedpost lässt sich über das Fähnchen unten rechts unter dem Beitrag speichern, um ihn sich zu einem späteren Zeitpunkt nochmal anzusehen. Jedes Mal, wenn du dir einen Beitrag aus deiner Collection erneut ansiehst, wird er als Impression gezählt.
  • Besuche außerhalb von Instagram – Blogs, E-Mails und andere soziale Netzwerke. Es gibt einige Möglichkeiten, einen Instagram Beitrag außerhalb von Instagram zu reposten oder zu verlinken.

Analysetools für die Insights

Es lohnt sich, die Insights nicht nur zu verstehen, sondern sie auch regelmäßig zu tracken. Denn nur so können Rückschlüsse über den eigenen Kanal gezogen werden. Wir benutzen dafür kein externes, automatisiertes Analysetool – und zwar aus folgendem Grund: Wir möchten unsere Instagram-Daten (u.a. das Passwort, die Insights und Co.) nicht mit Drittanbietern teilen. Uns ist die Sicherheit unseres Accounts sehr wichtig, weshalb nur die engsten Mitarbeiter:innen über eine Zwei-Faktor-Authentifizierung Zugang zu unserem Account haben.

Qualitative Insights – was du neben Zahlen noch messen solltest

Die quantitativen Insights sind ein wichtiger Indikator für uns. Noch viel mehr Beachtung schenken wir allerdings den qualitativen Insights. Die findest du leider nicht in der Instagram-App. Es geht dabei nicht um Zahlen, sondern um die Reaktionen aus der Community auf den Content, zum Beispiel:

  • Fragen – Mit welchen Nachfragen reagiert die Community auf unseren Content?
  • Reaktionen auf CTAs – Welche Reaktionen bekommst du auf deine Call to Actions?
  • Teilnahme an Communityaktionen – Wie viele machen mit, wie aktiv sind sie?

Je mehr und aufwendiger die Reaktionen auf unsere Aufforderungen sind, desto sicherer sind wir uns, dass unser Content bei den richtigen Personen ankommt. Die qualitativen Insights sind also ein Spiegel, ob unser Content in unserer Zielgruppe funktioniert, oder nicht.

Checkliste – diese Insights tracken wir wöchentlich

Nachdem wir einige Monate unsere Zahlen ganz klassisch in Excel-Tabellen übertragen haben, haben wir gemerkt, dass uns das a) zu viel Zeit kostet und b) der Erkenntnisgewinn nicht groß genug ist. Wir haben daher eine ganz eigene Checkliste entwickelt, die wir wöchentlich ausfüllen, flexibel ergänzen und mit dem Team teilen. Es ist eine Mischung aus qualitativen und quantitativen Werten, zum Beispiel:

  1. Zahl der Woche → Das kann ein Feedpost mit besonders vielen Likes oder Kommentaren sein, ein Beitrag der besonders oft gespeichert wurde, ein besonders hohes Followerwachstum 
  2. Thema der Woche → Welches Thema kam diese Woche besonders gut an bei Instagram?
  3. Flop-Post → Was hat gar nicht gut funktioniert?
  4. CTA → Welcher Call-to-Action in Feed oder Story hat besonders gut funktioniert?
  5. Neue Follower:innen → Wie sieht es aus? Wie viele sind dazu gekommen? Wie viele sind gegangen?

Mehr dazu, wie du deine Insights für deinen Kanal nutzen kannst, lernst du auch in unserem 12-Wochen-Programm Content for Business. Hier eignest du dir das Know-how und das Handwerkszeug an, damit du deinen Kanal selbstbewusst führen kannst. In dieser branchenunabhängigen Weiterbildung lernst du, Instagram für dich und dein Business als erfolgreiches Marketingtool zu nutzen. Hier findest du alle Infos.

 

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